Wirtschafts-News aus der Schweiz | Aktuell im Ticker

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Wirtschafts-News

EDA-Chefsprecher kehrt zu SRF zurück ++ Bergbahnen mit «überdurchschnittlichem» Sommer ++ Valiant steigert Gewinn um 4,4 Prozent

Neuer Chef, tiefrote Zahlen oder Firma verkauft? Mit dem tagesaktuellen Wirtschafts-Ticker bleiben Sie über das Geschehen informiert. Die neuesten Meldungen aus der Schweizer Wirtschaftswelt.

11:09 Uhr

Nach Abgang im EDA: Cassis Kommunikationschef kehrt zurück zu SRF

Erst kürzlich hat das Aussendepartement (EDA) den Abgang seines Kommunikationschefs per Ende Jahr bekannt gegeben. Für den Rücktritt von Peter Düggeli nach knapp zwei Jahren machte das Departement familiäre Gründe geltend. Nun ist klar, was der frühere, langjährige SRF-Mitarbeiter und ehemalige USA-Korrespondent beruflich in Zukunft machen wird: Der 52-Jährige kehrt zurück zu SRF, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Als Themenplaner Inland werde Düggeli «eine wichtige Rolle im SRF-Newsroom» einnehmen und für Sendungen wie «Tagesschau» oder «10 vor 10» Hintergrundinhalte verantworten.

Nach zahlreichen prominenten Abgängen im Radio- und Fernsehbereich ist Düggelis Rückkehr für einmal ein prominenter Zugang. «Für SRF ist seine Verpflichtung ein grosser Gewinn», lässt sich Gregor Meier, Leiter News & Aktualität des Senders, in der Mitteilung zitieren. (sat)

Kehrt zurück zu SRF: Peter Düggeli, aktuell noch Kommunikationschef im Aussendepartement – hier in seiner Zeit als USA-Korrespondent.

HO/SRF

10:12 Uhr

Schweizer Seilbahnen mit «leicht überdurchschnittlichem» Sommer

Die Seilbahnbetreiber haben einen «leicht überdurchschnittlichen» Sommer hinter sich, wie deren Branchenverband am Dienstag mitteilt. Laut Schweizer Seilbahnen konnten die Betriebe im Fünfjahresvergleich den Umsatz um 13 Prozent steigern und zählten 5 Prozent mehr Ersteintritte. Noch besser fallen die Zahlen im Vergleich zum vergangenen, zweiten Coronasommer aus mit einem Umsatz-Plus von gut einem Viertel und einem Fünftel mehr Ersteintritten. Als Grund für den guten Sommer 2022 erwähnt Seilbahnen Schweiz das überdurchschnittlich warme und sonnige Wetter zum Saisonstart und -ende.

Nach Regionen betrachtet konnten die Zentralschweiz, das Berner Oberland sowie die Waadtländer und Freiburger Alpen teils sehr grosse Steigerungen gegenüber Sommer 2021 verzeichnen. Wie Seilbahnen Schweiz schreibt, stiegen die Umsatz- und Besucherzahlen auch in der Ostschweiz während sie im Wallis und in Graubünden stagnierten. «Einzig im Tessin lief es dieses Jahr schlechter als im Vorjahr», heisst es in der Mitteilung. (sat)

07:03 Uhr

Bilanz nach neun Monaten: Valiant steigert Gewinn um 4,4 Prozent

Die Retailbank setzt ihren Wachstumskurs fort. In den ersten neun Monaten hat Valiant einen Geschäftserfolg von 112,0 Millionen Franken erzielt, während der Geschäftsertrag auf 329,9 Millionen kletterte. Unter dem Strich erzielte die Bank einen Konzerngewinn von 92,5 Millionen, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Gegenüber der Vorjahresperiode ist das ein Plus von 4,4 Prozent.

Die Bank kann damit an ihr positives erstes Halbjahr anknüpfen. Von Januar bis Juni konnte der Konzerngewinn gegenüber der Vorjahresperiode um 1,3 Prozent auf 62 Millionen Franken gesteigert werden. Gleichzeitig spart Valiant weiter. Im Februar hat sie ein entsprechendes Programm gestartet, das ab 2024 jährlich Einsparungen in der Höhe von 12 bis 15 Millionen Franken bringen soll. Die Bank plant gleichzeitig bis Ende Jahr die Eröffnung weiterer Filialen. (dpo/rwa)

06:54 Uhr

Oberster Risikomanager der UBS geht

Bei der Grossbank UBS kommt es in der Chefetage zu einem Abgang. Christian Bluhm wird nach sechs Jahren als Chief Risk Officer (CRO) zurücktreten und damit auch aus der Konzernleitung ausscheiden. Er wolle sich in Zukunft auf seine fotografische Tätigkeit konzentrieren und im akademischen Bereich tätig sein, schreibt der Konzern in einer Mitteilung von Dienstag.

Bluhms Nachfolger wird Damian Vogel, der diese Position heute in der Vermögensverwaltung der UBS innehat. Vogel wird seine Tätigkeit bereits Anfang 2023 aufnehmen. Er arbeitet bereits seit 2010 in verschiedenen risikobezogenen Führungsrollen für die Bank. Um einen reibungslosen Übergang zu garantieren, werden die beiden Manager in den nächsten Monaten eng zusammenarbeiten. (rwa)

12:34 Uhr

Sandoz investiert 50 Millionen Euro in Antibiotika-Produktion

Die Novartis-Tochter Sandoz baut ihre Produktionskapazitäten im Antibiotika-Bereich aus. Konkret investiert sie 50 Millionen Euro in die Produktionsanlage im österreichischen Kundl, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Damit wolle Sandoz die weltweit rasch steigende Nachfrage nach Antibiotika, insbesondere jene nach Penicilline, decken.

Die Generika-Tochter von Novartis plant das neue Gebäude in Kundl Anfang 2024 in Betrieb zu nehmen. Dieses soll an die bestehende Penicillin-Produktionsanlage angeschlossen werden und eine zusätzliche Fläche von 1875 Quadratmeter umfassen.

Aktuell befindet sich Sandoz im Umbruch. Novartis hat im August entschieden, ihre Generika-Tochter als eigene Firma auszugliedern. Die neue Firma soll auch an der hiesigen Börse SIX gehandelt werden. Noch offen ist indes, wo der neue Generika-Riese in der Schweiz seinen Sitz haben wird. (dpo)

10:33 Uhr

Axpo verkauft Batterie-Spin-off an frühere Mitarbeiter

Das Stromunternehmen trennt sich von seinem Spin-off «emost». Nach vierjähriger Entwicklung verkauft die Axpo die Batterie-Speicherlösung an eine neue Investorengruppe, wie sie am Montag mitteilte. Geleitet wird diese von ehemaligen Mitarbeitern der Axpo. 

«Die Batterie-Speicherlösung ‹emost› kann als Ersatz für Dieselgeneratoren eingesetzt werden und sorgt für eine flexible, klimafreundliche Stromversorgung auf Baustellen oder bei Events», heisst es in der Mitteilung. Als Grund für den Schritt erklärt die Axpo, dass sie sich noch stärker auf ihr Kerngeschäft fokussieren möchte. Über den Verkaufspreis haben die Parteien Stillschweigen vereinbart. (rwa)

07:08 Uhr

Zahl der Firmenpleiten steigt

Der steigende Trend bei den Firmenpleiten in der Schweiz hält an. Die Zahl der Insolvenzen ist bis Ende Oktober um 35 Prozent gestiegen – im Vergleich zur Vorjahresperiode. Konkret gingen 1429 mehr Firmen Pleite als 2021, wie Creditreform am Montag mitteilte.

Der Gläubigerverband geht bis Ende Jahr von einem neuen Höchststand bei den Insolvenzen aus – «bei mehr als 6600 Unternehmen werden die Lichter nicht wegen Energieverknappung ausgehen, sondern weil sie überschuldet sind.» (rwa)

15:48 Uhr

Warmer Herbst sorgte für Fortsetzung einer guten Glacesaison

Der Verband Schweizerischer Glaceproduzenten Glacesuisse blickt auf ein gutes drittes Quartal und einen warmen Herbst zurück. Der Konsum sei im Hochsommer gegenüber dem Vorjahr um 16,7 Prozent gestiegen und habe die 15 Millionen-Liter-Marke geknackt, teilte Glacesuisse am Freitag mit.

«Es ist kein Wunder, dass der viertwärmste Juli und der drittwärmste August seit Messbeginn sowie die sehr warmen Monate September und Oktober ordentlich Lust auf Abkühlung machten», heisst es in der Mitteilung. Die milden Temperaturen hätten gute Bedingungen geschaffen, die Glacesaison auch in der kühleren Jahreszeit fortzusetzen. (wap)

11:04 Uhr

BAK erwartet Erholung für das Baugewerbe

Zwar sinken die realen Bauinvestitionen in diesem Jahr bereits zum fünften Mal in Folge und das Umfeld bleibt eine Herausforderung – etwa wegen Kapazitätsengpässen, massiven Preissteigerungen von Baumaterialien oder Verzögerungen. Dennoch macht BAK Economics dem Baugewerbe Hoffnungen: Gemäss der neuen Prognose wird die Schweizer Bautätigkeit in den kommenden Jahren leicht zulegen. Das teilte das Wirtschaftsforschungsinstitut am Freitag mit. 

So erwartet BAK im 2023 eine Zunahme der realen Hochbauaufwendungen um 0,7 Prozent. Den grössten Zuwachs erwartet das Institut im Infrastrukturbau. Der Grund: Die öffentliche Hand plant eine Vielzahl an grossen Bauprojekten. Auch der Wohnungsbau dürfte nach sechs Jahren wieder leicht zulegen, wie es weiter heisst.

Allerdings gibt es je nach Region «erhebliche Unterschiede». Mittelfristig werde die Region Zürich/Aargau am stärksten wachsen – etwa wegen des überdurchschnittlichen Bevölkerungswachstums oder der vielen Projekte in den Bereichen Bildung- und Sozialbau. In den Kantonen Genf und Waadt werden die Bauinvestitionen dagegen «nochmals deutlich abnehmen». (abi)

09:03 Uhr

Konjunktur: Verarbeitendes Gewerbe zeigt Zeichen von Schwäche

Der Geschäftslageindikator der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) ist im Oktober deutlich gesunken. Dies teilte die KOF am Freitag mit. Zwar sei die Lage der Unternehmen weiterhin «vorwiegend gut», der Indikator sei aber so tief wie seit Juni 2021 nicht mehr. Insbesondere beim Verarbeitenden Gewerbe seien die Anzeichen für ein Abflauen der Geschäftstätigkeit «unübersehbar», schreibt die KOF in der Mitteilung. Dies sei auch eine Folge des starken Frankens. 

Abgekühlt hat sich die Geschäftslage für Branchen, die von den Lockerungen stark profitiert hatten – vor allem im Gastgewerbe und Dienstleistungsbereich. «Der wirtschaftliche Schub durch die Lockerung der Corona-Schutzmassnahmen läuft aus», schreibt die KOF. Der Indikator habe aber auch bei Finanz- und Versicherungsdienstleistungen sowie im Gross- und Detailhandel nachgegeben. Verstärkt hat sich laut KOF die «Tendenz der Unternehmen, ihre Preise anzuheben», und zwar «auf breiter Front».

Auf der positiven Seite sei eine leichte Entspannung beim Mangel an Vorprodukten und Materialien erkennbar. Steigen dürften auch viele Löhne: Im Durchschnitt aller Branchen rechnet die KOF in den kommenden zwölf Monaten mit einem Lohnplus von 2,4 Prozent. (wap)

08:43 Uhr

Tourismus in der Schweiz erholt sich

Die Schweizer Hotellerie erholt sich weiter von der Coronapandemie: Im September verzeichnete sie 3,8 Millionen Logiernächte – 14,2 Prozent mehr als in der gleichen Vorjahresperiode. Das zeigen die am Freitag veröffentlichten provisorischen Ergebnisse des Bundesamts für Statistik (BFS). 1,8 Millionen davon gingen auf das Konto ausländischer Gäste. Das sind 47,1 Prozent mehr als noch vor einem Jahr.

Damit stiegen die Logiernächte von Januar bis September auf insgesamt 29,7 Millionen an. Ein Plus von 31,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dabei zeigt sich vor allem, dass die ausländischen Gäste nach der Coronapandemie wieder vermehrt in die Schweiz reisen: Die Zahl ihrer Logiernächte stieg gegenüber den ersten neun Monaten im Jahr 2021 um knapp 115 Prozent an.

Und so soll es weiter gehen: Laut der am Donnerstag veröffentlichten Prognose von BAK Economics im Auftrag des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) werde die Nachfrage nach Logiernächten in der Schweiz im Winter «spürbar» zunehmen. Konkret rechnen die Prognostiker mit rund 1,9 Millionen mehr Logiernächten im Winter 22/23. (abi)

07:53 Uhr

Neuer Job für frühere SBB-Managerin Jeannine Pilloud

Die Beratungsfirma KMES Partner erhält namhafte Verstärkung: Die frühere SBB-Personenverkehrschefin Jeannine Pilloud stösst als Partnerin dazu, wie es in einer Mitteilung vom Freitag heisst. Sie hat ihre neue Tätigkeit bereits Anfang November aufgenommen.

KMES Partner wurde vor über zehn unter anderem von der früheren Bundesrätin Ruth Metzler gegründet. Unterdessen hat sie sich wieder zurückgezogen. Bekannte Partner sind heute der frühere Direktor des Bundesamtes für Gesundheit (BAG), Pascal Strupler, und Eduard Gnesa, ehemaliger Sonderbotschafter für internationale Migrationszusammenarbeit im Aussendepartement (EDA). (rwa)

17:14 Uhr

Berlusconis bauen Macht bei ProSieben aus

Der italienisch-niederländische Konzern Media For Europe (MFE) baut seine Beteiligung an der deutschen Senderkette ProSiebenSat.1 aus. Wie die von der Familie des früheren Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi kontrollierte Firma am Mittwochabend mitteilte, hat sie ihre Beteiligung via Derivate um vier Prozent aufgestockt und hält nun bis zu 29 Prozent. Ab 30 Prozent der Stimmrechte müsste sie ein Übernahmeangebot unterbreiten. Daran dürfte MFE Interesse haben. «Wir brauchen auf dem europäischen Medienmarkt eine Konsolidierung, wenn wir noch eine Chance haben wollen zu wachsen», sagte MFE-Finanzchef Marco Giordani 2020 dem «Spiegel».

Das Geschäft sei von Rechten über Wettbewerber bis hin zu Formaten global geworden. Als lokales Unternehmen komme man dagegen schwer an. Ohne Deutschland, den wichtigsten TV-Markt des Kontinents, könne es in Europa keine Konsolidierung geben – «und auch nicht ohne ProSiebenSat.1».

In der Schweiz vereinigten die Sender von ProSiebenSat.1 im ersten Halbjahr etwa 10 Prozent des Marktanteils auf sich, wie Zahlen von Mediapulse zeigen. Neben Schweizer Werbefenstern produziert die hiesige Tochter Seven.One Entertainment Group Schweiz eigene Sendungen wie «Switzerland’s Next Topmodel» oder «The Masked Singer Switzerland» und hat mit Puls 8 einen TV-Sender. (ehs)

14:59 Uhr

Lieferdienst Smood fällt nicht unter das Postgesetz

Erfolg für Smood: Der Lieferdienst erfüllt die Kriterien nun doch nicht, um dem Postgesetz unterstellt zu werden. Das teilte die Eidgenössische Postkommission (Postcom) am Donnerstag mit. Damit ist Smood auch nicht verpflichtet, sich bei der Postcom zu registrieren. Meldepflichtig sind grundsätzlich alle, die im eigenen Namen gewerbsmässig Postdienste anbieten. Wer unter diese Meldepflicht fällt, muss unter anderem gewährleisten, dass die branchenüblichen Arbeitsbedingungen eingehalten werden und mit den Personalverbänden über einen Gesamtarbeitsvertrag verhandeln.

Ende 2019 vermutete die Postcom, dass Smood meldepflichtig sei. Der Lieferdienst wehrte sich mit der Argumentation, dass er durch den Kauf der Ware einen Lieferdienst für sich selbst und nicht für Dritte betreibe. Die Postcom liess das Geschäftsmodell mittels Gutachten prüfen – und gibt nun Smood recht. Die Verträge zwischen Smood und ihren Lieferanten seien Kaufverträge. Smood erwerbe die Waren und verkaufe sie an seine Kunden weiter.

Das Umdenken im Fall von Smood heisst aber nicht, dass die Postcom generell ihre Praxis ändern will: Sie hält im Grundsatz daran fest, dass auch eine Pizza ein Paket ist und dass Lieferdienste Postdienste sind. Da sich diese gegen diese Lesart wehren, müssen nun die Gerichte entscheiden: Die Postcom-Fälle Uber Eats und Just Eat sind vor Bundesverwaltungsgericht hängig. (abi/fv)

12:00 Uhr

Tourismus: Ein guter Winter, aber noch nicht auf Vorkrisenniveau

Die Nachfrage nach Logiernächten in der Schweiz werde «spürbar» zunehmen, wie es in der am Donnerstag veröffentlichten Tourismusprognose von BAK Economics im Auftrag des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) heisst. Konkret rechnen die Prognostiker mit rund 1,9 Millionen mehr Logiernächten im Winter 22/23. Das sei eine Steigerung von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr. «Massgeblich für diese positive Entwicklung sind die Auf- und Nachholeffekte der internationalen Gäste und eine weiterhin hohe Inlandsnachfrage», heisst es in der Mitteilung. Und das trotz Inflation und starkem Franken.

Diese habe aber schon einen hemmenden Einfluss. Auch wegen diesen gehen die Studienautoren davon aus, dass «das Vorkrisenniveau der Logiernächte deshalb erst im Winter 2023/24 erreicht werden kann». Dann kämen die Wachstumsimpulse «von der stetigen, allgemeinen Erholung der Nachfrage aus den Fernmärkten sowie der bereits ab Ende Sommer 2023 einsetzenden sukzessiven Rückkehr der chinesischen Gäste». Weiter geht BAK Economics davon aus, dass die Parahotellerie auch längerfristig Marktanteile gewinnen wird. (mg)

07:37 Uhr

Aevis Jungfrau mit massiv mehr Umsatz – und Hoffnung auf Rekordjahr

Die Schweizer Hotel- und Spitalgruppe Aevis Victoria meldet für die ersten neun Monate des Jahres ein Umsatzwachstum von 36 Prozent auf 831 Millionen Franken. Namentlich dazu beigetragen hätten die beiden Hauptgeschäftsbereiche Swiss Medical Network und Victoria-Jungfrau, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Während in der Hotellerie vorab die Normalisierung nach der Coronapandemie für das massive Umsatz-Plus von 47 Prozent erwähnt wird, erholt sich laut Aevis Vicotoria nun auch das Kongressgeschäft wieder. Dank «vielversprechendem Buchungsstand» wird für den Geschäftsbereich Victoria-Jungfrau sogar mit einem Rekordjahr gerechnet. 

Und auch im Bereich Swiss Medical Network wird bis Ende Jahr mit einem beschleunigten Wachstum gerechnet. In den laut Aevis Victoria ansonsten traditionell schwächeren Monaten Juli bis September war der Umsatz um gut einen Viertel gewachsen. (sat)

07:17 Uhr

Geberit meldet Gewinneinbruch

Die Geberit Gruppe hat von Januar bis September einen Umsatz von 2,7 Milliarden Franken erzielt. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Plus von gut einem Prozent. «Bereinigt um stark negative Währungseffekte» hätte sogar ein Plus von 8 Prozent resultiert, schreibt das Unternehmen am Donnerstag in einer Mitteilung. Das Nettoergebnis sank um 17 Prozent auf 541 Millionen.

Für die ersten sechs Monate erzielte Geberit noch 402 Millionen Franken Gewinn (-12,5 Prozent), dies bei einem Umsatz von 1,9 Milliarden Franken (+5,5 Prozent). (sat/dpo)

06:53 Uhr

Adecco steigert Umsatz und büsst massiv Gewinn ein

Adecco kann für das dritte Quartal einen Umsatz von 6 Milliarden Euro vorweisen. Dies entspricht einem kräftigen Plus von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, wie das in der Schweiz beheimatete, weltweit tätige Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Unter dem Strich blieb Adecco ein Gewinn von 108 Millionen – gegenüber dem Vorjahr ein Minus von 19 Prozent. Dazu hätten allerdings Sondereffekte im Zusammenhang mit der Übernahme der belgischen Beratungsgesellschaft Akka beigetragen. 

Laut Firmenchef Denis Machuel hat Adecco im laufenden Jahr zwar «starke Fortschritte gemacht». Dennoch äussert sich der CEO in der Mitteilung «entschlossen», das Wachstum des Konzerns zu beschleunigen, damit der Gewinn wieder auf «einem ansprechenden Niveau» liege.

Adecco konnte bereits im ersten Halbjahr seinen Umsatz steigern. Dieser wuchs organisch um 4 Prozent auf knapp 11,4 Milliarden Euro. Allerdings sackte der Reingewinn damals mit 37 Prozent noch stärker ab auf 169 Millionen Euro. Als Gründe dafür führte Adecco unter anderem Investitionen und Abschreibungen an. (sat/dpo)

06:43 Uhr

Oerlikon steigert Umsatz – Bestellungen gehen zurück

Im dritten Quartal hat Oerlikon den Umsatz um 7 Prozent auf 742 Millionen Franken steigern können. Währungsbereinigt beträgt der Anstieg sogar 13 Prozent. Der Bestellungseingang dagegen ist im selben Zeitraum gegenüber dem Vorjahr um 9 Prozent auf 764 Millionen gesunken. Der Bestand an Bestellungen blieb dagegen nahezu unverändert, wie der Industriekonzern am Donnerstag mitteilte.

Derweil weist Oerlikon von Juli bis September ein Betriebsergebnis auf Stufe Ebitda von 126 Millionen aus. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist dies ein Plus von 8 Prozent.

Oerlikon konnte bereits auf ein positives erstes Halbjahr zurückblicken. Der Bestellungseingang des Konzerns stieg gegenüber dem Vorjahr um 21,2 Prozent auf über 1,5 Milliarden Franken (+21,2 Prozent) und der Umsatz wuchs um 19,7 Prozent. Das Ebit belief sich derweil auf 125 Millionen Franken – ein Plus von 30 Millionen gegenüber dem ersten Halbjahr 2021. (sat/dpo)

18:27 Uhr

Dufry kann seinen Umsatz weiter steigern

Dufry setzt seine Erholung von der Coronakrise weiter fort. Im dritten Quartal erwirtschaftete der Reisedetailhändler 2,1 Milliarden Franken Umsatz. Das entspricht einem Plus von 59 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal, wie Dufry am Mittwoch mitteilt. Das Unternehmen erzielt einen Grossteil seiner Einnahmen an Flughäfen und war vom Einbruch der Luftfahrtbranche während der Pandemie entsprechend stark betroffen.

Bereits für das erste Halbjahr konnte das auf Duty-Free-Angebote spezialisierte Unternehmen ein kräftiges Wachstum vorweisen. Der Umsatz kletterte nach dem Corona-Einbruch um rund 147 Prozent auf 2,92 Milliarden Franken, während der operative Gewinn auf Stufe Ebitda 227 Millionen Franken betrug. Unter dem Strich verharrte das Unternehmen in den ersten sechs Monaten gemäss IFRS trotzdem in den roten Zahlen. Allerdings konnte Dufry den Verlust auf 17,6 Millionen verringern, nachdem dieser im ersten Halbjahr 2021 noch rund eine halbe Milliarde betrug.

Derweil ist die Fusion von Dufry mit dem italienischen Raststättenbetreiber Autogrill weiter auf Kurs. Der Abschluss der ersten Phase der Transaktion soll im ersten Quartal 2023 erfolgen. Ende August haben die Aktionäre des Unternehmens an einer ausserordentlichen Generalversammlung grünes Licht für die Übernahme und Kapitalerhöhung gegeben. Die Familie Benetton soll dabei künftig als Hauptaktionärin fungieren. (dpo)

14:54 Uhr

Dank knallhartem Sparprogramm: Selecta wächst

Die 79-jährige Wall-Street-Legende Joe Plumeri und der 41-jährige deutsche Manager Christian Schmitz haben einen klaren Auftrag gefasst: Sie müssen den Snackautomatenbetreiber Selecta umbauen und ihn auf den Börsengang vorbereiten. Das heisst vor allem: Die Kosten radikal runterbringen. Seit 2015 gehört Selecta mit Sitz im zugerischen Cham der US-Private-Equity-Gesellschaft KKR. Zuletzt kam es wegen dem harten Kurs der beiden Manager bei der Belegschaft von Selecta zu Aufruhr, wie CH Media berichtete.

Im dritten Quartal kann Selecta nun positive Zahlen vermelden. Gerade der Fokus auf tiefe Kosten habe für gute Ergebnisse gesorgt, lässt sich Joe Plumeri zitieren. Selecta setzte im vergangenen Quartal 297 Millionen Euro um, was einem Plus im Vergleich zum Vorjahr von 13,9 Prozent entspricht. Der Betriebsgewinn stieg gleichzeitig um 7,7 Prozent auf 56,5 Millionen Euro.

Die Führung führt derweil  den harten Sparkurs fort. Einerseits gibt Selecta aktuelle Preissteigerungen bei Rohmaterialien an die Kunden weiter. Andererseits setzt das Unternehmen weiter auf Massnahmen zur Kostenreduktion, um «die Effizienz zu optimieren». Seit dem Antritt vor zwei Jahren hat das neue Management die Personaldecke bei Selecta von 10’200 Angestellten auf heute noch 6800 zusammengestrichen. (mpa)

13:29 Uhr

Cremehersteller Galderma entlässt in Zug und Lausanne 97 Angestellte

Bei Galderma mit Hauptsitz in Zug kommt es zu einer Massenentlassung, wie der «Blick» am Mittwoch berichtet. Auf Anfrage bestätigt der Hersteller der Daylong-Sonnencreme die Information: «Wir gehen davon aus, dass bis zu 97 Stellen in der Schweiz betroffen sind.» Nebst Zug hat Galderma in der Schweiz noch einen Standort in Lausanne. Wie viele Stellen an welchem Standort wegfallen sollen, ist unklar. Insgesamt zählt das Unternehmen laut «Blick» derzeit 312 Mitarbeitende in Lausanne und 184 Mitarbeitende in Zug. Betroffen wäre also rund jede fünfte Stelle. Zu den betroffenen Bereichen würden Teile der globalen Geschäftsbereiche, der Vertrieb, sowie globale betriebliche und zentrale Konzernfunktionen gehören, schreibt das Unternehmen.

Als Grund für die Entlassungen wird das «zunehmend schwierige Marktumfeld» genannt. «Wir sehen uns mit makroökonomischem Gegenwind in Form von Inflation, Lieferengpässen, geopolitischer Instabilität und stark steigenden Zinsen konfrontiert», so ein Sprecher. Diese Faktoren würden eine erhebliche Gefährdung für das Geschäft darstellen, «wenn ihnen nicht schnell begegnet wird, daher ist es unsere Absicht, eine integrierte und kosteneffiziente Betriebsstruktur zu schaffen.»

Früher gehörte Galderma zum Lebensmittel-Riesen Nestlé, wurde 2019 aber für zehn Milliarden Dollar an ein Konsortium unter Leitung der schwedischen Investorengruppe EQT verkauft. (cg)

10:35 Uhr

Rückläufige Entwicklung beim Schweizer Detailhandel

Die Umsätze im Schweizer Detailhandel haben sich in den ersten neun Monaten des Jahres rückläufig entwickelt. Das Minus im Vergleich zur Vorjahresperiode beträgt 3,5 Prozent. Dies zeigt der Markt Monitor Schweizer Detailhandel, den das Marktforschungsinstituts GfK am Mittwoch veröffentlichte.

Im Bereich Nonfood beträgt der Rückgang 1,5 Prozent. Stärker betroffen ist der Bereich Food und Nearfood: Hier beträgt das Minus 4,8 Prozent. Insgesamt lagen die Umsätze im Schweizer Detailhandel laut den GfK-Zahlen per Ende September aber noch immer 5 Prozent über dem Vorcorona-Niveau von 2019. Das stärkste Wachstum gibt es lauf GfK bei Freizeitartikeln, insbesondere Sportausrüstung. Rückläufig zeigen sich Einrichtungsmarkt, DIY und Heimelektronik. (wap)

10:33 Uhr

Schweizerinnen und Schweizer kaufen deutlich mehr Autos

Der Schweizer Automarkt wächst auch im Oktober – zum zweiten Mal in Folge. Mit 17’185 fahren 14,1 Prozent mehr neue Autos auf den Strassen der Schweiz und des Fürstentums Liechtenstein als im Vorjahresmonat. Das teilte die Importeursvereinigung Auto-Schweiz am Mittwoch mit. Der Marktanteil der alternativen Antriebe liegt im laufenden Jahr bislang bei 49,4 Prozent, wobei Steckerfahrzeuge und Hybride je einen Viertel ausmachen. Benziner kommen auf 38,5 Prozent – das ist noch immer der Hauptteil des Marktes, wie es weiter heisst.

Bislang wurden in diesem Jahr 179’791 neue Personenwagen in Verkehr gesetzt. Der kumulierte Rückstand auf das Vorjahr beläuft sich aktuell auf 7,9 Prozent. Nun ist Auto-Schweiz zuversichtlich, dass sich dieser noch deutlich verringern kann. Der Grund: Für die Vereinigung mehren sich die Zeichen, dass der Tiefpunkt der derzeitigen Lieferschwierigkeiten überwunden sein könnte. Diese werden durch Chip- und Teilmangel als Folge der Pandemie und des Ukraine-Krieges verursacht. (abi)

09:24 Uhr

Geldwäscherei: Finma hält an Regelung für virtuelle Währungen fest

Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht Finma hat am Mittwoch ihre teilrevidierte Geldwäschereiverordnung veröffentlicht. Dabei wurde die Berechnung des Schwellenwerts bei Wechselgeschäften mit virtuellen Währungen präzisiert.

Es brauche technische Vorkehrungen, um zu vermeiden, dass der Schwellenwert von 1000 Franken für miteinander verbundene Transaktionen innerhalb von 30 Tagen und nicht nur pro Tag überschritten werde, so die Finma in der Mitteilung. Diese Pflicht gelte jedoch nur für Wechselgeschäfte von virtuellen Währungen gegen Bargeld oder andere anonyme Zahlungsmittel.

Die Finma halte damit «angesichts der Risiken und der Missbrauchsfälle in der jüngsten Vergangenheit» an ihrer Regelung fest, heisst es in der Mitteilung weiter. Die Teilrevision der Verordnung trage der jüngsten Änderung des Geldwäschereigesetzes und der dazugehörigen bundesrätlichen Verordnung Rechnung. (wap)

09:07 Uhr

Beschäftigung in der Schweiz erleidet einen Dämpfer

Die Aussichten auf dem Schweizer Arbeitsmarkt verschlechtern sich. Zum ersten Mal seit zwei Jahren sinkt der Beschäftigungsindikator der Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH Zürich wieder. Er geht von 16,0 auf 14,3 Punkte im vierten Quartal zurück, wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch heisst. Die Auswertungen basieren auf den Antworten von 4500 befragten Unternehmen.

Nach Ansicht der Konjunkturforscher könnte der Rückgang ein erster Hinweis darauf sein, «dass sich das anspruchsvolle Wirtschaftsumfeld auch in den Beschäftigungszahlen niederschlagen wird». Die sinkenden Beschäftigungserwartungen liessen sich bereits rückwirkend in den Umfrageresultaten vom August feststellen. So passte die KOF den Indikatorwert von 17,2 auf 16 Punkte an. Als Bremser erwiesen sich vor allem die Banken und das Verarbeitende Gewerbe. In diesen Branchen trübten sich die Aussichten ein. (rwa)

08:21 Uhr

Barry Callebaut ernennt einen neuen operativen Chef

Jo Thys übernimmt per Anfang 2023 bei Barry Callebaut das Amt des operativen Chefs. Er löst damit den bisherigen COO Olivier Delaunay ab, der das Unternehmen aus persönlichen Gründen verlassen wird. Das teilte der Schokoladenproduzent mit Sitz in Zürich am Mittwoch mit. Der Belgier Thys ist seit Juli 2021 Chef der Region Asien/Pazifik und Mitglied der Geschäftsleitung. Allerdings ist die neue Nummer 2 bereits seit 25 Jahren im Unternehmen tätig und hatte verschiedene Positionen inne. 

In der Mitteilung bedanken sich der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung beim scheidenden COO für seinen «bedeutenden Beitrag» zum Wachstum und vor allem für «seine Führungsrolle bei der erfolgreichen Umsetzung eines integrierten Geschäftsmodells».

Bereits am Dienstag gab der Schokoladenproduzent seine Zahlen für das Geschäftsjahr 2021/22 bekannt. Das Verkaufsvolumen stieg um 5,3 Prozent auf 2,3 Milliarden Tonnen, der Umsatz auf rund 8 Milliarden Franken (+12,3 Prozent). Unter dem Strich erzielte Barry Callebaut einen Reingewinn von 360,9 Millionen (-6,1 Prozent). (abi/dpo)

07:18 Uhr

Sunrise erzielt in Quartal 3 ein tieferes Betriebsergebnis

Der Umsatz von Sunrise wuchs im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 1,5 Prozent auf 763,7 Millionen Franken. Das segmentbereinigte Betriebsergebnis auf Stufe Ebitda sank auf 292,1 Millionen (-2,3 Prozent), wie das Telekomunternehmen am Mittwoch mitteilte.

Für das dritte Quartal kann Sunrise einen Nettozuwachs von insgesamt 57’600 Mobile-Abos vorweisen. Der Breitband-Bereich blieb im Vergleich zu zweiten Quartal unverändert, dies «hauptsächlich aufgrund des schrittweisen Abbaus der Marke UPC», wie es in der Mitteilung heisst. 

Die Fusion mit UPC ging Ende 2020 über die Bühne. Jüngst teilte Sunrise mit, dass die Konzernspitze radikal verkleinern wird. Demnach umfasst die Geschäftsleitung unter der Leitung von CEO André Krause in Zukunft nur noch acht statt wie bis anhin 15 Mitglieder. (dpo/wap)

07:09 Uhr

Straumann steigert Umsatz in Quartal 3 um 12 Prozent

Die Straumann Group hat im dritten Quartal einen Umsatz von 551 Millionen Franken erwirtschaftet. Das entspricht einem Plus von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal, wie der Schweizer Zahnimplantate-Hersteller am Mittwoch mitteilte.

Bereits im August wies das Unternehmen für das erste Halbjahr ein positives Wachstum vor. Mit einem Umsatz von 1,2 Milliarden Franken und einem organischem Wachstum von 21 Prozent knackte die Straumann Group die Milliardenmarke zum ersten Mal schon in den ersten sechs Monaten.

Die Prognose für das Gesamtjahr wurde am Mittwoch angehoben: Aktuell rechnet das Unternehmen mit einem organischen Umsatzwachstum im mittleren Zehnprozentbereich, dies bei einer Profitabilität von etwa 26 Prozent. (dpo/wap)

14:13 Uhr

VR-Präsident Lehmann: Credit Suisse steht nicht zum Verkauf

Die Credit Suisse soll unabhängig bleiben. Das sagte Verwaltungsratspräsident Axel Lehmann am Montag in einem Videointerview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg. Es gebe keinerlei Übernahmegespräche. Die Credit Suisse werde «wieder prosperieren», gab sich Lehmann zuversichtlich.

Die CS-Aktie gerät an der Börse immer stärker unter Druck. Seit Jahresbeginn hat sich der Börsenwert der Grossbank halbiert und liegt nun bei rund zehn Milliarden Franken. Der Absturz schürte Spekulationen zu Übernahmeofferten und Sorgen um die Stabilität der Bank.

Bei der Credit Suisse hofft man, die Bank mit einer Kapitalerhöhung über vier Milliarden Franken stabilisieren zu können. Da das zusätzliche Kapital im Vergleich zum aktuellen Börsenwert sehr hoch ist, kommt es jedoch zu einer grossen Verwässerung. (aka)

13:31 Uhr

Barry Callebaut verkauft mehr Schokolade, doch Salmonellen-Fund kommt teuer zu stehen

Bei Barry Callebaut läuft es weiterhin rund. Im Geschäftsjahr 2021/2022 konnte der weltweit grösste Schokoladenproduzent sein Verkaufsvolumen um 5,3 Prozent auf 2,3 Milliarden Tonnen steigern. Der Umsatz stieg auf rund 8 Milliarden Franken (+12,3 Prozent), wie das in Zürich beheimatete Unternehmen am Dienstag mitteilte. Der wiederkehrende Betriebsgewinn (Ebit) belief sich auf 624,7 Millionen, was einem Plus von 10,2 Prozent entspricht.

Trotz der positiven Zahlen muss der Konzern aber einen Dämpfer hinnehmen, der auf den Salmonellen-Fund vom Juni zurückzuführen ist: Eine Fabrik im belgischen Wieze musste die Produktion vorübergehend stoppen, nachdem es zu einer Kontamination mit Salmonellen durch den Stoff Lecithin kam. Das kommt das Unternehmen mit 76,9 Millionen Franken teuer zu stehen, wie die Geschäftszahlen zeigen.

Dadurch sank der ausgewiesene Betriebsgewinn (Ebit) des Konzerns um 2,3 Prozent auf 553,5 Millionen. Unter dem Strich erzielte Barry Callebaut einen Reingewinn von 360,9 Millionen (-6,1 Prozent). Bereinigt um die Effekte des Salmonellenvorfalls betrug der Konzerngewinn hingegen 428,5 Millionen (+11,4 Prozent).

Barry Callebaut hielt bereits bei der Präsentation der Halbjahreszahlen fest, dass die finanziellen Auswirkungen des Vorfalls für das Ergebnis des vierten Quartals «beträchtlich» sein dürften. Inzwischen wurden die Reinigungsarbeiten in der betroffenen Fabrik gemäss dem Unternehmen abgeschlossen und sie läuft wieder mit normaler Kapazität. (dpo)

12:52 Uhr

BP verdient operativ deutlich mehr – weiterer Aktienrückkauf

Der britische Ölkonzern BP hat im dritten Quartal dank hoher Ölpreise seinen zweithöchsten Quartalsgewinn gemacht. Das bereinigte Nettoergebnis stieg in den Monaten Juli bis September auf 8,15 Milliarden US-Dollar (8,22 Mrd Euro), wie der Konzern am Dienstag in London mitteilte. Das war deutlich mehr, als Analysten im Schnitt erwartet hatten. Ein Jahr zuvor hatte der Konzern einen bereinigten Gewinn von 3,3 Milliarden Dollar ausgewiesen.

Wie im Vorquartal will BP eine Dividende von gut 6 US-Cent je Aktie zahlen. Zudem will das Unternehmen weitere eigene Aktien in Höhe von 2,5 Milliarden Dollar zurückkaufen. Damit summiert sich der Aktienrückkauf für das laufende Jahr auf insgesamt 8,5 Milliarden Dollar.

Das starke Ergebnis von BP reihte sich damit in das Zahlenwerk der Konkurrenz wie Exxon Mobil, Totalenergies und Chevron ein. Sie alle verdienten prächtig an den hohen Gas- und Ölpreisen, die infolge des russischen Einmarsches in die Ukraine kräftig anzogen. Die starke Entwicklung beschert den Anlegern zwar einen Glücksfall, aber auch den Unmut der Politik, die mit den wirtschaftlichen Schäden durch die steigende Inflation und höhere Zinssätzen kämpfen. Das in London ansässige Unternehmen BP wurde bereits durch zusätzlichen Steuern in seinem Heimatland getroffen. (dpa)

12:41 Uhr

Bauarbeiter streiken in der Nordwestschweiz

Der Protest der Bauarbeiter geht weiter: Am Dienstag haben über 1000 ihre Arbeit niedergelegt und sich in Basel zu einer Kundgebung versammelt, wie die Gewerkschaft Unia mitteilte. Gestreikt wurde etwa bei der Baustelle des Kantonsspital Aaraus. Hintergrund sind die Verhandlungen für den Ende Jahr auslaufenden Landesmantelvertrag mit dem Schweizerischen Baumeisterverband. Die Protestierenden würden sich gegen die «völlig überrissenen Forderungen der Baumeister nach 12-Stunden-Arbeitstagen und einer 58-Stunden-Woche» wehren, heisst es weiter.

Der Protest in Basel ist Teil einer landesweiten Aktion. Bereits Mitte Oktober gingen die Tessiner Bauarbeiter auf die Strasse, am Mittwoch folgten die Walliser. Weitere Proteste sind in der Romandie und in Zürich geplant. (abi)

10:39 Uhr

Grosse Personalrochade bei Sunrise

In der Geschäftsleitung des Telekomunternehmens bleibt kein Stein auf dem anderen. Sunrise verkleinert die Konzernspitze radikal. Unter der Leitung von CEO André Krause umfasst sie in Zukunft noch acht Mitglieder, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Davor gehörten der Geschäftsleitung 15 Personen an. Drei Mitglieder – Stefan Fuchs, Christoph Richartz und Mick Fernhout – übernehmen andere Aufgaben im Unternehmen. Dagegen werden Nadine Zollinger, Françoise Clemes und Giuseppe Bonina nach einer Übergangszeit Sunrise verlassen. Robert Wigger beschloss bereits im September seinen Abgang. 

Die Personalrochade steht im Zusammenhang mit dem Konzernumbau nach der Fusion von Sunrise und UPC. Die Elefantenhochzeit in der Schweizer Telekombranche ging Ende 2020 über die Bühne. «Nach einer intensiven und erfolgreichen Integrationsphase schlägt Sunrise ein neues Kapitel auf, indem sie sich noch stärker auf die Umsetzung der Strategie, die Maximierung des Marktfokus» sowie eine Verbesserung des Kundenservice konzentriere, heisst es in der Mitteilung. (rwa)

10:05 Uhr

Schweizer Einkaufsmanager bleiben zuversichtlich

Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für die Industrie ist im Oktober um 2,2 Punkte auf 54,9 Zähler gefallen. Er verbleibt damit trotzdem über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten, wie die Credit Suisse (CS) am Dienstag mitteilte. Gegenüber dem Vorjahresmonat sank er um 10,8 Punkte. Verantwortlich für den Rückgang macht die Bank das schwierige internationale Umfeld, die Unsicherheiten bezüglich Versorgungslage und die hohen Energiepreise. Diese wirkten sich «zunehmend bremsend» auf die hiesige Industriekonjunktur aus.

Der Dienstleistungs-PMI kletterte derweil um 1,3 Punkte auf 53,6 Zähler. Vor allem die Geschäftstätigkeit sowie der Auftragsbestand hätten zugelegt. Unter dem Strich deuten die PMI auf ein «weiterhin solides Wachstum» hin. Allerdings trübten sich die Aussichten in der Industrie ein, während die gute Arbeitsmarktlage den Konsum stützt – zum Vorteil des Dienstleistungssektors.

Zudem zeigt die Umfrage, dass jedes dritte Unternehmen, das Gas bezieht, Massnahmen gegen eine allfällige Mangellage ergriffen hat. Beim Strom ist es laut CS sogar jedes zweite. Firmen haben etwa ihren Stromverbrauch reduziert, Notstromaggregate oder Batterien besorgt oder Photovoltaikanlagen installiert. Ausserdem haben 4 Prozent der Industrieunternehmen aufgrund der Lage am Gasmarkt und 10 Prozent wegen der hohen Strompreise Teile der Produktion eingestellt.

Die CS berechnet den Index monatlich auf der Basis einer Umfrage unter den Mitgliedern von Procure, dem Fachverband für Einkauf und Supply Management. Er dienst als Frühindikator der Konjunkturentwicklung.(abi)

09:11 Uhr

Unsichere finanzielle Lage: Schweizer Konsumenten blasen Trübsal

Noch nie haben Schweizer Haushalte die eigene finanzielle Lage so schlecht beurteilt wie heute. Zu diesem Schluss kommt eine am Dienstag publizierte Umfrage des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco). Der Index der Konsumentenstimmung ist im Oktober gegenüber Juli um 47 Punkte abermals gesunken und erreicht den tiefsten Stand seit Beginn der Umfrage im Jahr 1972.

Gemäss Seco haben sich die Erwartungen der Konsumentinnen und Konsumenten für die allgemeine Wirtschaftsentwicklung in den kommenden zwölf Monaten weiter eingetrübt. Als schlechter beurteilen die Befragten auch die eigene finanzielle Lage, die ebenfalls auf einen historisch tiefen Wert gesunken ist. Nur zu Beginn der 1990er-Jahre wurde die Lage ähnlich schlecht eingestuft. Zur negativen Einschätzung dürften massgeblich die steigenden Preise beigetragen haben. Als weiterhin positiv erachten die Befragten den Arbeitsmarkt. (rwa)

06:09 Uhr

Clariant erwirbt US-amerikanisches Mineral-Geschäft von BASF

Clariant hat die Akquisition des Attapulgit-Geschäfts der BASF in den USA abgeschlossen. Der Kaufpreis beträgt 60 Millionen Dollar, wie der Spezialchemiekonzern mit Sitz in Muttenz BL am Dienstag mitteilte. Die Transaktion beinhalte die Übertragung von Land und Abbaurechten wie auch der Verarbeitungsanlage und Lagerbestände. Auch umfasse sie eine langfristige Lieferung von Attapulgit-basierten Produkten an BASF.

Adsorbierende Tonerden wie Attapulgit seien ein wichtiger Wachstumstreiber im Bereich der Reinigung von Speiseölen und von erneuerbaren Treibstoffen, heisst es weiter. Das akquirierte Geschäft zählt nach Angaben von Clariant zu den grössten Abbauunternehmen und Herstellern von Attapulgit in Nordamerika. Es umfasse Abbaugebiete in Georgia und Florida sowie Verarbeitungsbetriebe in Quincy, Florida. (rwa)

19:36 Uhr

Titlis Bergbahnen reorganisieren Geschäftsleitung

Per 1. November wird die Geschäftsleitung der Titlis Bergbahnen von fünf auf sieben Mitglieder erweitert. Roland Wehrli, bisher verantwortlich für die gesamte Operations am Berg, wird aus der Geschäftsleitung ausscheiden. Dies teilte das Unternehmen am Montag mit.

CEO bleibt Norbert Pratt, CFO Marco Leu, Head of Marketing Urs Egli und Head of Sales Tobias Matter. Neu dazu kommen Natalie Berchtold als Head of Human Resources, Julian Werner als Head of Gastronomy und Gian Darms als Head of Operations. (wap)

18:34 Uhr

Finanzchef verlässt BKW

Ronald Trächsel, seit 2014 Finanzchef der BKW, wird das Unternehmen in den kommenden Monaten verlassen – spätestens per Ende Juni 2023. Der Nachfolgeprozess wird eingeleitet, wie die BKW mitteilt. Trächsel wolle künftig neue Mandate annehmen und seine umfassenden Kompetenzen auf Verwaltungsratsebene einbringen.

15:02 Uhr

In der Schweizer Softwarebranche geht es aufwärts

Die Schweizer Softwarebranche ist wieder auf Wachstumskurs. Für dieses und nächstes Jahr erwartet sie ein Umsatzplus von über 6 Prozent. Damit kehre die Branche zu den Wachstumsraten von vor der Pandemie zurück, teilte der Wirtschaftsverband der ICT- und Online-Branche Swico am Montag mit. Die Prognose geht aus einer neuen Studie hervor, welche die Universität Bern im Auftrag von Swico erstellt hat.

Erfreulich entwickelt sich auch die Profitabilität. Die massgebende Ebit-Marge ist 2021 mit 9,4 Prozent um 1,3 Punkte höher ausgefallen als im ersten Pandemiejahr. Stabil bleibt die Fluktuationsrate bei den Angestellten. Sie beträgt im Schnitt 10,8 Prozent. (rwa)

11:19 Uhr

Schnellschätzung: Inflation im Euroraum erstmals über 10 Prozent

Eurostat, das statistische Amt der Europäischen Union, hat am Montag eine  Schnellschätzung zur Inflation im Oktober veröffentlicht. Demnach wird die jährliche Inflation im Euroraum im Oktober 2022 auf 10,7 Prozent geschätzt. Im September lag sie noch knapp unter 10 Prozent, nämlich bei 9,9 Prozent. Haupttreiber der Inflation sind nach wie vor die Energiepreise. Hier wird eine Zunahme um 41,9 Prozent erwartet im Vorjahresvergleich. Lebensmittel, Alkohol und Tabak wurden um 13,1 Prozent teurer. Eurostat gab auch Schnellschätzungen zu einzelnen Ländern heraus, demnach stiegen die Preise in Deutschland im Durchschnitt um 11,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. (nav)

10:57 Uhr

Chemisch-pharmazeutische Industrie: Unia verlangt 5 Prozent mehr Lohn

Die Pharma- und Chemiebranche hat die Coronakrise gut überstanden. Doch nun bedrohten die anhaltend hohe Inflation und die steigenden Krankenkassenprämien die Einkommen der Arbeitnehmenden, warnt die Unia. Zusammen mit den Personalkommissionen der chemisch-pharmazeutischen Industrie fordert sie deshalb für die Lohnverhandlungen eine generelle Lohnerhöhung um mindestens 5 Prozent, wie sie am Montag mitteilt. «Dies, damit neben dem Ausgleich der Teuerung und der Krankenkassenprämien auch die Reallöhne steigen.»

Die Chemie- und Pharmafirmen hätten in den vergangenen Jahren von Produktivitätssteigerungen und Gewinnspannen profitiert. Doch deren Vorzüge seien fast gänzlich den Aktionären zugutegekommen, moniert die Unia. «Damit muss Schluss sein», schreibt sie in der Mitteilung. (dpo)

09:41 Uhr

GAV-Löhne sind gestiegen, doch Inflation macht das Wachstum zunichte

Die in den wichtigsten Gesamtarbeitsverträgen (GAV) festgelegten Effektivlöhne sind dieses Jahr um 0,8 Prozent gestiegen, während die Mindestlöhne um 0,6 Prozent zugenommen haben. Dies zeigt die am Montag veröffentlichte Erhebung über die gesamtarbeitsvertraglichen Lohnabschlüsse des Bundesamts für Statistik (BFS). Dabei wurden die wichtigsten GAV berücksichtigt, denen mindestens 1500 Arbeitnehmende unterstellt sind. 

Die Effektivlöhne stiegen am stärksten im Baugewerbe (+1,1 Prozent), den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (+1 Prozent) und Information und Kommunikation (+0,9 Prozent). Bei den Mindestlöhnen weisen der Handel und Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen mit je 2,2 Prozent sowie das verarbeitende Gewerbe mit 1 Prozent das stärkste Wachstum aus.

Obwohl die GAV-Löhne leicht gestiegen sind, dürften die Reallöhne dieses Jahr aufgrund der Teuerung sinken. Konkret geht das BFS bei einer Inflation von 3 Prozent von einem Rückgang der Reallöhne um 2,2 Prozent aus. (dpo)

09:15 Uhr

Detailhandelsumsätze steigen auch im September

Im September sind die Detailhandelsumsätze gegenüber August real um 0,9 Prozent gestiegen. Im Vorjahresvergleich resultierte ein Plus von 5,7 Prozent, während um Verkaufs- und Feiertagseffekte bereinigt das Wachstum 3,2 Prozent betrug. Dies zeigen provisorische Daten, welche das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag publiziert hat. 

Der Nicht-Nahrungsmittelsektor kann gegenüber dem Vormonat ein nominales Umsatzplus von 1,4 Prozent vorweisen, während der Detailhandel mit Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren ein Umsatzwachstum von lediglich 0,1 Prozent verbuchte. Im Vorjahresvergleich fällt das Wachstum in den beiden Sektoren hingegen besser aus mit einer Zunahme des nominalen Umsatzes von 2,8 respektive 6,8 Prozent. (dpo)

08:09 Uhr

Kapitalerhöhung: Credit Suisse nennt erste Details

Letzte Woche hat die Konzernspitze der Credit Suisse ihren Plan präsentiert, wie sie die taumelnde Grossbank wieder in ruhigere Gewässer führen möchte. Zur Umsetzung der Strategie benötigt die CS auch frisches Geld. Am Montag hat sie erste Details der geplanten Aktienkapitalerhöhung um 4 Milliarden Franken veröffentlicht.

So sieht das Unternehmen einen Referenzpreis von 4,07 Franken pro Aktie vor. Dieser Preis entspricht dem volumengewichteten Durchschnittspreis der an der Börse SIX am letzten Donnerstag und Freitag gehandelten Aktie der CS. Die qualifizierten Investoren haben sich gemäss Mitteilung verpflichtet, Aktien zu einem Nennwert von 3,82 Franken zu erwerben. Der erwartete Bruttoerlös dieser 462 Millionen neu ausgegebenen Aktien schätzt die die Bank auf 1,76 Milliarden Franken. 889 Millionen neue Aktien sollen an bestehende Aktionäre ausgegeben werden. Auf diese Weise möchte die CS weitere 2,24 Milliarden Franken einnehmen.

Wie bereits angekündigt geht dabei ein Grossteil an die Saudi National Bank (SNB). Nach der Kapitalerhöhung wird sie 9,9 Prozent des Aktienkapitals der CS halten. Damit die Aktienkapitalerhöhung vollzogen werden kann, braucht es die Zustimmung der Aktionäre an der ausserordentlichen Generalversammlung am 23. November. (rwa)

07:12 Uhr

Online-Versicherung Smile steigt in Österreich ein

Der Versicherer Helvetia startet mit der Internationalisierung von Smile und lanciert das Geschäftsmodell in Österreich. Ziel sei es, Smile als führende Online-Versicherung im Markt des Nachbarlandes zu etablieren, schreibt Helvetia in einer Mitteilung vom Montag.

Die Wahl fällt nicht zufällig auf Österreich. «Der Versicherungsmarkt dort ist ähnlich jenem der Schweiz; digital jedoch noch wenig erschlossen, aber sehr online-affin», heisst es in der Mitteilung. Die Produkte von Smile Österreich werden zunächst über den etablierten Partner durchblicker.at vertrieben. Smile konnte 2021 ein Prämienwachstum von 11,8 Prozent auf 111 Millionen Franken verzeichnen. (rwa)

08:32 Uhr

Hotellerie erholt sich weiter – und bangt wegen Energiekrise

Die Hotellerie in der Schweiz erholt sich weiter von der Coronapandemie. Doch blickt die Beherbergungsbranche zusehends mit Sorgen auf den bevorstehenden Winter. Wie Hotellerie Suisse am Sonntag mitteilt, rechnet mehr als die Hälfte der Verbands-Betriebe mindestens mit einem Umsatz auf Vorkrisenniveau. Doch die Energiekrise drücke zunehmend auf das Geschäft und führe inzwischen auch zu steigenden Zimmerpreisen.

Laut einer Umfrage von Hotellerie Suisse von Anfang Oktober bei 170 Mitgliedern haben drei von vier Betrieben ihre Preise für die kommende Wintersaison bereits angepasst. Die Erhöhungen betragen durchschnittlich fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Zudem rechnen über 50 Prozent der Mitglieder-Betriebe damit, im anstehenden Winter umsatzmässig mindestens das Vorkrisenniveau zu erreichen. In den alpinen Regionen sind es sogar 75 Prozent. Nur gerade einmal jeder fünfte Betrieb geht im Vergleich zum Vorjahr von einem schlechteren Umsatz aus. In den Städten sind es laut Hotellerie Suisse mehr als zwei Drittel, welche den Vorjahresumsatz übertreffen werden.

Die Umfrage zeigt demnach auch, dass viele Hotelleriebetriebe bereits vielfältige Energiesparmassnahmen umgesetzt haben. So hätten etwa 83 Prozent der Hotels bereits auf LED umgestellt und 63 Prozent die Heizungstemperatur reduziert. «Drastische Massnahmen wie Schliessungen von Restauration und Wellnessbereichen sind zurzeit noch Ausnahmefälle», schreibt Hotellerie Suisse. Die Branche leiste damit ihren Beitrag zu einer Verhinderung der Mangellage. (sat)

07:17 Uhr

Credit Suisse streicht in der Schweiz bis Ende Jahr 500 Stellen

Vergangene Woche hat die Credit Suisse (CS) ihre lang erwartete eine neue Unternehmensstrategie präsentiert. Um den dazu nötigen Konzernumbau finanzieren zu können, will die Schweizer Grossbank bis im Jahr 2025 unter anderem die Kosten um 2,5 Milliarden Franken auf noch 14,5 Milliarden senken. Dazu soll beispielsweise die Zahl der Beschäftigten um 9000 auf auf 43’000 Vollzeitstellen sinken.

Am Donnerstag sagte Verwaltungsratspräsident Axel Lehmann, der Personalbestand der weltweit tätigen Grossbank in der Schweiz werde als Folge des Konzernumbaus um 2000 Vollzeitstellen sinken. Nun präzisiert CEO Ulrich Körner in einem Interview mit der «NZZ am Sonntag» diese Ankündigung. Demnach sollen hierzulande bis Ende Jahr bereits 500 Arbeitsplätze verschwinden. Das entspreche etwa 20 Prozent des globalen Abbaus.

Zudem verteidigt Körner den Einstieg der Saudi National Bank als neuer grösster CS-Aktionär. Die Tatsache, dass das Land autokratisch regierte sei, bedeute keine Behinderung der operativen Tätigkeit. «Wir haben sehr klare Richtlinien zur Unternehmensführung sowie den ethischen Grundsätzen», sagte der Credit-Suisse-Chef. «Das Aktionariat hat auf diese Prinzipien keinerlei Einfluss.» Die Saudi National Bank wird laut Körner «ein Aktionär wie alle anderen auch». Dem Einstieg der Saudis – respektive der dafür nötigen Aktienkapitalerhöhung – müssen die bestehenden Aktionäre allerdings erst noch zustimmen. (sat)

16:41 Uhr

Streiks in Frankreich treffen Genfer Flughafen

Die Schweiz hortet für den Ernstfall Vorräte an Benzin, Diesel und Kerosin. Während in den letzten Monaten aufgrund der tiefen Rheinpegelstände die Pflichtlager vor allem bei Benzin und Diesel angezapft worden sind, hat sich der Engpass nun auf den Flugzeugtreibstoff verschoben.

Grund dafür sind die Streiks in französischen Raffinerien, wie das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung (BWL) bestätigt. «Das Problem besteht hauptsächlich für den Flughafen Genf, wo der Zufluss über die Sappro-Pipeline seit Anfang Oktober infolge der Streiks in der Mineralölbranche limitiert ist.» Das Schweizer Teilstück der Pipeline ist an das französische Treibstofftransportnetz angeschlossen und sorgt dafür, dass Kerosin von Marseille nach Genf gelangt.

Damit die Flugzeuge in Genf trotzdem abheben können, hat der Bund Anfang Oktober die Pflichtlager freigegeben. Laut BWL wurden zwischen dem 3. und dem 21. Oktober 9 Millionen Liter Kerosin bezogen. Bis zum 4. November rechnet der Bund damit, dass weitere 1,5 Millionen Liter für die Sicherstellung des Flugverkehrs benötigt werden. Keine Versorgungsprobleme hat der Flughafen Zürich, der täglich rund 4 Millionen Liter Kerosin verbraucht. 

Die seit Wochen anhaltenden Raffinerie-Streiks haben in Frankreich die Versorgung mit Treibstoff zeitweise lahmgelegt. Während sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber in einigen Raffinerien einigen konnten, dauern die Arbeitsniederlegungen andernorts an. Die vergleichsweise gut bezahlten Angestellten fordern als Teuerungsausgleich 10 Prozent mehr Lohn. (mpa)

11:20 Uhr

Aktienkurs steigt: Hat die CS nun doch die Kurve gekriegt?

Sie hat sich ein wenig gefangen – zumindest vorerst: Am Freitagmorgen steht die Credit Suisse (CS) an der Spitze der Gewinner an der Schweizer Börse. Dank einem Plus von zwischenzeitlich vier Prozent ist die CS-Aktie nun wieder etwas mehr als vier Franken wert. Die Grossbank verschafft sich damit etwas Luft, um nicht erneut in die Nähe des Allzeittiefs von Anfang Oktober zu kommen. Damals sackte der Kurs auf 3,52 Franken ab.

Die leichte Erholung kommt nach einem schwarzen Tag für die CS und ihre Angestellten. Am Donnerstag verkündete die taumelnde Grossbank ihren Rettungsplan: Dieser beinhaltet etwa eine milliardenschwere Kapitalerhöhung, unter anderem mit Geld aus Saudi-Arabien, und den Abbau von 9000 Stellen. Daraufhin büsste die Aktie fast einen Fünftel ihres Wertes ein. (aka)

10:25 Uhr

Kuoni zahlt Prämie und erhöht die Gehälter

Mitarbeitende von Kuoni und Kuoni Specialists können sich zum zweiten Mal in diesem Jahr über eine Prämie in der Höhe von 1000 Franken auf Vollzeitbasis freuen. Begründet wird der Zustupf in einer Mitteilung vom Freitag mit den steigenden Lebenshaltungskosten und der hohen Wertschätzung für die Arbeit der Mitarbeitenden. Kuoni und ihre Schwestermarken erhöhen ausserdem auf nächstes Jahr hin den Mindestlohn um 100 und die Gehälter der Lernenden um 50 Franken. 

«Mit den drei Massnahmen unterstreicht DER Touristik Suisse ihren Anspruch, eine attraktive Arbeitgeberin und Ausbilderin zu sein», heisst es in der Mitteilung. Dazu gehörten auch grosszügige Homeoffice-Lösungen und Mitarbeiterrabatte. Zu DER Touristik Suisse gehören neben den Reiseveranstaltern Kuoni und Helvetic Tours auch weitere zehn Spezialveranstalter. (wap)

07:04 Uhr

Wegen Hurrikan Ian: Swiss Re fährt herben Verlust ein

Rote Zahlen bei der Swiss Re: Der Rückversicherer verzeichnet im dritten Quartal einen herben Verlust von 442 Millionen Dollar, wie er am Freitag mitteilte. Grund sind vor allem die Schäden, die durch Hurrikan Ian entstanden sind. Der Wirbelsturm hat Ende September grosse Schäden in den USA angerichtet, vor allem im Bundesstaat Florida.

Auch über die gesamten ersten neun Monate resultiert ein Verlust von 285 Millionen Dollar. Im Vorjahr verbuchte der Rückversicherer im gleichen Zeitraum einen Gewinn von 1,25 Milliarden Dollar. Auch die Eigenkapitalrendite ist um 2,1 Prozent gesunken. So zeigt sich Konzernchef Christian Mumenthaler in der Mitteilung «enttäuscht, aber mittelfristig zuversichtlich».

Immerhin bei den verdienten Nettoprämien und Honorareinnahmen konnte die Gruppe zulegen: Diese stiegen um 1,3 Prozent auf 32,4 Milliarden Dollar. Dabei wurde das Wachstum durch ungünstige Wechselkursbedingungen beeinträchtigt. Nach dem Verlust hat der Rückversicherer auch die Jahresziele nach unten korrigiert: Man werde die angestrebte Eigenkapitalrendite von 10 Prozent für 2022 voraussichtlich nicht erreichen. (aka)

06:44 Uhr

«Erneutes Rekordergebnis»: Holcim ist weiter auf der Überholspur

Holcim ist auch im dritten Quartal 2022 gewachsen, wie der Baustoffkonzern am Freitag mitteilte. Gegenüber dem Vorjahresquartal ist der Umsatz um 10,4 Prozent auf gut 8 Milliarden Franken gewachsen. Der Betriebsgewinn auf Stufe Ebit beträgt rund 1,55 Milliarden Franken, was einem Plus von 1,2 Prozent entspricht. Konzernchef Jan Jenisch spricht in der Mitteilung von einem «erneuten Rekordergebnis in schwierigen Zeiten».

Wie es weiter heisst, hat der Baustoffhersteller nun den Ausblick für das laufende Jahr angehoben: Neu rechnet Holcim mit einem Umsatzwachstum von 12 Prozent. Bereits im ersten Halbjahr konnte die Firma kräftig zulegen – sowohl bei Umsatz als auch bei Gewinn.

Zuletzt fiel die Holcim jedoch mit negativen Schlagzeilen auf. Die Tochterfirma Lafarge musste sich schuldig bekennen, im syrischen Bürgerkrieg Schutzzahlungen an die Terrororganisation IS gezahlt zu haben. Wegen Unterstützung einer terroristischen Organisation muss die Lafarge deshalb eine Busse von fast 800 Millionen Franken an die USA zahlen. Laut dem US-amerikanischen Justizministerium hat Lafarge «die nationale Sicherheit» der USA bedroht. (aka)

06:05 Uhr

Elon Musk feuert Twitter-Chefriege

Die Ära von Elon Musk bei Twitter hat laut US-Medienberichten mit Entlassungen in der Chefetage begonnen. Dies, obwohl der Abschluss des 44 Milliarden schweren Twitter-Kaufs noch nicht einmal offiziell verkündet wurde. Am Donnerstag seien etwa der bisherige Firmenchef und der Finanzchef gefeuert worden, berichteten unter anderem der Sender TBEN und das «Wall Street Journal» in der Nacht zum Freitag.  Musk hatte die Führung des Kurznachrichtendienstes in den vergangenen Monaten immer wieder kritisiert.

Der Twitter-Deal geht über die Zielgerade also genauso holperig, wie schon die vergangenen Monate waren. Die Übernahme muss bis Freitag um 17 Uhr Ostküsten-Zeit (23 Uhr MESZ) erfolgen, sonst landet der Deal doch noch vor Gericht. Eine Richterin setzte Musk und Twitter diese Frist, um die Übernahme nach monatelangem Hin und Her endlich zu regeln. 

Zuletzt sorgten Berichte über einen grossen Stellenabbau für Verunsicherung bei den Twitter-Mitarbeitenden. Hinzu kommen Sorgen von Werbekunden und Nutzerinnen, die unter Musk eine Verrohung des Tons befürchten. Musk begründete den Twitter-Kauf stets mit dem Anliegen, die Redefreiheit zu stärken. Auch sagte Musk, er würde den nach lobenden Worten für seine gewalttätigen Anhänger verbannten Ex-Präsidenten Donald Trump wieder zurück auf die Plattform lassen. (dpa)

17:16 Uhr

Dem «Goldhasen» zu ähnlich: Deutscher Confiseur kassiert Verbot

Erfolg für Lindt: Ein Münchener Gericht hat einer deutschen Confiserie verboten, Schokohasen mit goldener Verpackung zu verkaufen. Es bestehe eine «Verwechslungsgefahr» mit dem «Goldhasen» von Lindt, welcher sich als Marke durchgesetzt habe und für die Verbraucher «ein entscheidendes Signal» setze. Bei Wiederholung drohen der Confiserie nun 250’000 Euro Strafe. Zudem muss das Unternehmen Auskunft über seine Geschäfte mit dem goldverpackten Hasen geben und Schadenersatz leisten.

Lindt vertreibt die «Goldhasen» in Deutschland seit 1952, seit 1997 im aktuellen Farbton. Die deutsche Confiserie hatte in der Ostersaison 2018 ebenfalls einen sitzenden Hasen in Goldfolie angeboten. Lindt wehrt sich seit Jahren gegen ähnliche Konkurrenzprodukte. Vor vier Wochen hat auch das Bundesgericht in Lausanne entschieden, dass der Discounter Lidl seine Goldhasen in der Schweiz wegen Verwechslungsgefahr mit Lindts Goldhasen nicht mehr verkaufen darf. (dpa)

15:37 Uhr

Neuer SEV-Präsident: Matthias Hartwich folgt auf Giorgio Tuti

Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV hat einen neuen Präsidenten gewählt, wie sie am Donnerstag mitteilt. Der 55-jährige Matthias Hartwich folgt per 1. Februar 2023 auf Giorgio Tuti, der 14 Jahre lang an der Spitze des SEV stand. Hartwich ist seit rund dreissig Jahren als Gewerkschafter tätig, unter anderem bei der Unia. (aka)

Matthias Hartwich ist zum Präsidenten der Gewerkschaft des Verkehrspersonals (SEV) gewählt worden.

Matthias Hartwich ist zum Präsidenten der Gewerkschaft des Verkehrspersonals (SEV) gewählt worden.

SEV

12:02 Uhr

Dank gutem Frühling: Honigernte fällt überdurchschnittlich aus

Nach der wetterbedingt sehr schlechten Honigernte 2021 geht es dieses Jahr wieder aufwärts. Wie der Imkerverband Bienenschweiz am Donnerstag meldet, gab es 2022 wieder «fast eine normale Honigernte» – mit einem Ertrag von rund 24 Kilogramm pro Volk. Der langjährige Durchschnitt liegt bei 20,4 Kilogramm pro Volk.

Zum Ergebnis beigetragen hat vor allem die gute Frühlingshonigernte: In der ganzen Schweiz habe es «überdurchschnittliche Mengen» gegeben, heisst es weiter. Die grössten Honigmengen wurden dieses Jahr in den Westschweizer Kantonen geerntet. Im Mittelfeld liegen das Tessin und die Nordwestschweiz. Weniger ergiebig waren die Ernten in den Zentral- und Ostschweizer Kantonen. (aka)

09:21 Uhr

Syngenta: Börsengang in China noch vor Ende Jahr

Der Agrochemiekonzern Syngenta will in Schanghai an die Börse. Nachdem das Unternehmen den Antrag bei den chinesischen Behörden vor mehr als einem Jahr eingereicht hat, wird es nun konkret. Der Börsengang soll dem Vernehmen nach bis Ende Jahr vollzogen sein. Die chinesische Regulierungsbehörde könnte bereits in den nächsten Wochen grünes Licht geben. Syngenta will nach eigenen Angaben rund 20 Prozent der eigenen Aktien für zirka 10 Milliarden Dollar an die Börse bringen. Daraus lässt sich ein Böresenwert von 50 Milliarden Franken ableiten.

Der chinesische Staatskonzern Chemchina (heute Sinochem) hat die Basler Syngenta vor sieben Jahren für 43 Milliarden Dollar aufgekauft. Dass ein autokratischer Staat sich die Perle der Schweizer Agrochemie einverleibte, sorgte damals für harsche Kritik. Und diese ist seither nicht verstummt. Im Gegenteil: Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine hat die Spannungen zwischen dem Westen und China, das sich auf die Seite Putins geschlagen hat, noch verschärft. Kommt hinzu, dass China sich auch im Innern immer autoritärer gebärdet. Vor diesem Hintergrund kritisierte jüngst Nationalrat Kilian Baumann (Grüne), dass der «chinesische Staat, ein enger Verbündeter Russlands, Zugriff auf einen der wichtigsten Konzerne mit Sitz in der Schweiz hat». Er fürchtet eine Arbeitsplatzverlagerung sowie Einflussnahme auf die Forschung.

Dem Geschäftsgang ist die enge Anbindung an China offenbar nicht abträglich. Am Donnerstag vermeldete Syngenta «starke Geschäftszahlen» für das dritte Quartal und die neun ersten Monate dieses Jahres. So stieg der Umsatz im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent um 1,4 Milliarden Dollar auf 7,9 Milliarden Dollar. Das Betriebsergebnis (Ebitda) lag im dritten Quartal bei 1 Milliarde Dollar und ist damit um 24 Prozent höher als im Vorjahr.

Seit Jahresbeginn setzte Syngenta 25,9 Milliarden Dollar um, was einem Zuwachs von 24 Prozent entspricht. Der Gewinn im selben Zeitraum stieg auf 4,6 Milliarden, ein Plus von 30 Prozent. Zum Zeitpunkt der Übernahme von Syngenta durch Chemchina vor mehr als sechs Jahren erwirtschaftete das Konzern nur einem minimalen Umsatz im Reich der Mitte. Dieser hat inzwischen einen Anteil von um die 20 Prozent an den Gesmtverkäufen von Syngenta erreicht. (mpa/dz)

08:05 Uhr

Reingewinn der Swisscom sinkt um einen Fünftel

Die Swisscom hat in den ersten neun Monaten einen Konzernumsatz von 8,2 Milliarden Franken erwirtschaftet. Das ist ein Minus von 1,4 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Einen Rückgang verzeichnete die Swisscom auch beim Betriebsergebnis auf Stufe Ebitda, das um 3,6 Prozent auf 3,3 Milliarden Franken sank.

Ohne Sondereffekte und zu konstanten Währungen resultiere jedoch beim Betriebsergebnis eine Zunahme um 0,5 Prozent, betont der Konzern. Dasselbe Bild zeigt sich beim Reingewinn, der um 21 Prozent auf 1,2 Milliarden Franken zurückging. Belastet wurde dieser unter anderem durch einen Übertrag einer Beteiligung von Fastweb und Einmaleffekte im Steueraufwand im Vorjahr. Andernfalls wäre der Reingewinn laut Swisscom um 2,5 Prozent gestiegen.

Streit mit Weko

Bereits im ersten Halbjahr musste das Telekomunternehmen mit einem Umsatz von 5,5 Milliarden Franken ein Minus von 1,6 Prozent hinnehmen. Der Reingewinn brach infolge von Sondereffekten um einen Viertel auf 785 Millionen ein.

Im Juli gab die Swisscom bekannt, dass sie die vom Bundesverwaltungsgericht bestätigte Busse in der Höhe von 71,8 Millionen Franken ans Bundesgericht weiterziehen wird. Die Wettbewerbskommission (Weko) brummte 2016 der Swisscom die Busse auf, weil sie mit den Tochtergesellschaften Cinetrade und Teleclub 2006 bis 2013 ihre marktbeherrschende Stellung bei der Übertragung der Schweizer Fussball- und Eishockeymeisterschaft missbraucht haben soll. (dpo/rwa)

07:36 Uhr

Chef des Flughafens Zürichs geht

Der Flughafen Zürich braucht einen neuen Chef. Nach acht Jahren als CEO hat Stephan Widrig entschieden, sein Amt per Ende April abzugeben. Das gab die Flughafen Zürich AG am Donnerstag bekannt. Widrig war während 23 Jahren in verschiedenen Funktionen für den Flughafen tätig. Verwaltungsratspräsident Andreas Schmid dankt ihm für seine langjährige Tätigkeit: «Er hat die erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens über die letzten zwei Jahrzehnte wesentlich mitgeprägt, neue Geschäftsfelder zu tragenden Stützen aufgebaut und die Flughafen Zürich AG auch mit sicherer Hand und wirtschaftlich unabhängig durch die Herausforderungen der Pandemie geführt», wird Schmid in der Mitteilung zitiert.

Klar ist auch, was Widrig danach machen wird. Gemäss Mitteilung wird er ab Mai Konzernchef der Immobilienfirma Allreal Holding. Wer seine Nachfolge antritt, ist noch unklar. Der Verwaltungsrat werde den Prozess nun einleiten. (rwa)

07:26 Uhr

Clariant macht mehr Umsatz und ist profitabler

Dem Basler Spezialchemiekonzern läuft es rund. Für die Monate Juli bis September weist Clariant einen Umsatz von 1,3 Milliarden Franken aus. Das entspricht einem Plus von 27 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Und: Der Konzern ist profitabler geworden. Die massgebliche Ebit-Marge stieg im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 15,5 auf 16,8 Prozent.

Clariant zeigt sich zufrieden mit dem Ergebnis. Trotz schwächerer wirtschaftlicher Lage sei es gelungen, den Umsatz und die Profitabilität im dritten Quartal «signifikant» zu steigern. Als Folge erhöht das Unternehmen die Umsatzprognose für das Gesamtjahr auf 5,1 Milliarden Franken. (dpa/rwa)

06:33 Uhr

Bucher Industries steigert Umsatz und Aufträge deutlich

Bucher Industries kann für die ersten neun Monate des Jahres volle Auftragsbücher vorweisen. Der Auftragseingang stieg demnach um 27 Prozent auf 2,1 Milliarden Franken, wie der Maschinenhersteller am Donnerstag mitteilte. Der Auftragsbestand blieb derweil konstant. Der Umsatz jedoch kletterte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11 Prozent auf 2,6 Milliarden Franken.

Der Schweizer Maschinenhersteller erwartet, dass sich «die Nachfrage im vierten Quartal gegenüber der hohen Vorjahresperiode abschwächen wird», wie er mitteilt. «Dank des ausser­gewöhnlich hohen Auftrags­bestands werden die Kapazitäten stark ausgelastet bleiben.»

Bereits in den ersten sechs Monaten konnte der Maschinenhersteller mit Sitz im zürcherischen Niederweningen seinen Nettoumsatz um rund 10 Prozent auf 1,78 Milliarden Franken steigern. Der Betriebsgewinn auf Stufe Ebit betrug 203 Millionen Franken (+13 Prozent), der Reingewinn kletterte um knapp 12 Prozent auf 154 Millionen Franken. Gewinnzahlen publiziert Bucher Industries zum Neun-Monate-Abschluss traditionellerweise keine. (dpo/sat)

09:39 Uhr

Trotz sinkender Zahlungsbereitschaft: Keine Immobilienkrise in Sicht

Die Risiken im Schweizer Immobilienmarkt bleiben etwa gleich wie im ersten Quartal. Das meldet die Immobilien-Plattform Moneypark am Mittwoch. So führe die konjunkturelle Abkühlung zwar zu einer «moderaten Korrektur» der Preisentwicklung. Dies habe aber nur leicht höhere Risiken im Immobilienmarkt zur Folge: «Grössere Verwerfungen werden ausbleiben», prognostiziert Moneypark.

Auch die sinkende Zahlungsbereitschaft vieler Immobilieninteressenten würden nicht in eine Immobilienkrise führen. Die Nachfrage liege weiter deutlich über dem Angebot und werde durch das Bevölkerungswachstum gestützt. Mehr leiden werde die Bautätigkeit unter den hohen Energie- und Materialkosten. 

Die rasch angestiegenen Zinsen führen laut Moneypark jedoch dazu, dass die Finanzierungskosten schlechter vorhersehbar werden. Für viele Haushalte dürften die Hypothekarkosten im kommenden Jahr steigen, so die Online-Plattform. Auch der Wechsel in eine Festhypothek könne teurer werden. (aka)

08:22 Uhr

Elon Musks Twitter-Deal vor Abschluss

Elon Musk will die Übernahme des Online-Netzwerks Twitter laut US-Medien bis zur richterlich verhängten TBEN am Freitag abschliessen. Das habe der Tesla-Chef bei einer Videokonferenz mit Bankern versichert, die bei der Finanzierung des 44 Milliarden Dollar teuren Deals helfen. Das jedenfalls berichtet Bloomberg unter Berufung auf eingeweihte Kreise. Die Banken, die 13 Milliarden Dollar an Krediten bereitstellen sollen, müssten nur noch die letzten Formalitäten regeln, bevor das Geld für Musk freigegeben wird. Der Tech-Milliardär selbst und Twitter äusserten sich zunächst nicht. 

Eigentlich hatte sich Musk mit Twitter schon im April auf die Übernahme geeinigt. Im Juli erklärte er die Vereinbarung jedoch wegen angeblicher Falschangaben des Unternehmens zu Fake-Accounts für ungültig. Twitter klagte auf Einhaltung des Kaufvertrags und es wurde ein Gerichtsprozess zur Klärung des Streits angesetzt. Anfang Oktober erneuerte Musk sein Kaufangebot dann überraschend wieder. Er stellte jedoch die Bedingung, dass das Gerichtsverfahren – bei dem seine Chancen als relativ schlecht galten – beigelegt wird.

Twitter lehnte dies ab. Das Unternehmen war misstrauisch, da Musk seine Offerte von der Finanzierung abhängig machte. Die Richterin setzte das Verfahren aus, verhängte aber eine Frist bis zum 28. Oktober – ist der Deal dann nicht durch, kommt es zum Prozess. (dpa)

08:17 Uhr

Wegen Kursverlusten: Reserven der Pensionskassen schrumpfen weiter

Die Reserven und der Deckungsgrad vieler Pensionskassen sinken weiter. Nach einem «sehr schwachen» zweiten Quartal geht es auch im dritten Quartal bergab, wie der Pensionskassen-Monitor der Zürcher Kantonalbank (ZKB) zeigt. Das sei die Folge von weiteren Kursverlusten bei «ausnahmslos allen Anlageklassen», teilt die ZKB am Mittwoch mit.

Nur noch 18,1 Prozent der privatrechtlichen Kassen und 8,3 Prozent der öffentlich-rechtlichen Kassen haben per Ende September 2022 einen Deckungsgrad von über 115 Prozent. Gar eine Unterdeckung verzeichnen 19,4 Prozent der privatrechtlichen Kassen sowie 52,8 Prozent der öffentlich-rechtlichen Kassen mit Vollkapitalisierung und 87,5 Prozent der öffentlich-rechtlichen Kassen mit Teilkapitalisierung.

Auch die Rendite ist bei den erfassten Pensionskassen gesunken. Das Minus bei der geschätzten vermögensgewichteten Rendite beträgt 2,6 Prozent. (aka)

07:53 Uhr

Google und Microsoft kämpfen mit Turbulenzen

Trotz Milliardengewinnen zeigen sich die Tech-Riesen Google und Microsoft nicht immun gegen hohe Inflation und Konjunktursorgen. Google bekam im vergangenen Quartal die Sparsamkeit der Werbekunden deutlich zu spüren. Bei Microsoft schwächte sich das Wachstum des wichtigen Cloud-Geschäfts ab – und der Konzern enttäuschte die Anleger mit dem Ausblick auf das laufende Vierteljahr. Die Aktien fielen im nachbörslichen Handel am Dienstag um jeweils rund sieben Prozent.

Bei der Google-Mutter Alphabet legte der Umsatz im Jahresvergleich lediglich um sechs Prozent auf gut 69 Milliarden Dollar zu. Unter dem Strich sank der Gewinn von 18,9 auf rund 13,9 Milliarden Dollar. Auffallend waren die tiefen Werbeerlöse bei der Videoplattform Youtube, die von 7,2 auf 7 Milliarden Dollar sanken. Es ist der erste Rückgang, seit der Konzern die Zahlen veröffentlicht. In den letzten Jahren war Youtube stets eine der treibenden Kräfte für das Wachstum bei Google.

Microsoft konnte die Erlöse im Sommer zwar deutlich steigern. Im dritten Quartal legte der Umsatz verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um elf Prozent auf 50,1 Milliarden Dollar zu. Der Konzern leidet jedoch unter dem starken Dollar, der die Auslandseinnahmen in US-Währung schmälert. Im Cloud-Geschäft mit Anwendungen und Speicherplatz im Internet legte Microsoft zwar zu. Doch besonders bei der Azure-Plattform, dem Aushängeschild der Cloud-Sparte, lag das Wachstum unter den Erwartungen. (dpa)

07:04 Uhr

Mehr Aufträge für Sulzer – Russland-Abschreibungen drücken auf Gewinn

Im dritten Quartal des Jahres gingen bei Sulzer insgesamt Bestellungen im Wert von 852 Millionen Franken ein. Das entspricht einem Plus von 8 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal, wie der Industriekonzern am Mittwoch mitteilte. Das Wachstum betrifft alle Divisionen. Der Auftragsbestand von 1,95 Milliarden Franken ist laut Sulzer gar «rekordhoch». Über die ersten neun Monate verzeichnet Sulzer einen Bestellungseingang von knapp 2,6 Milliarden Franken (plus 10,2 Prozent).

Schon im ersten Halbjahr vermeldete Sulzer einen deutlichen Anstieg bei den Bestellungen um 11,4 Prozent. Dafür brach der Betriebsgewinn auf Stufe Ebit um 25,5 Millionen Franken ein. Grund sind der Ausstieg aus dem Russlandgeschäft und die Schliessungen der Standorte in Polen. Diese Abschreibungen dürften laut Sulzer einen «deutlichen negativen Einfluss» auf den Reingewinn 2022 haben.

Beim Industriekonzern kam es erst kürzlich zum Knall auf der Teppichetage: Frédéric Lalanne nimmt nach neun Monaten als Konzernchef auf Ende Oktober überraschend den Hut. Seinen Job übernimmt Verwaltungsratspräsidentin Suzanne Thoma, die dem Unternehmen eine neue Strategie verpassen soll. (dpo/aka)

16:48 Uhr

Postfinance: App und Postcard funktionieren wieder

Die elektronischen Dienstleistungen der Postfinance war am Dienstag ab kurz vor 16 Uhr ausser Betrieb. Der Blick berichtetevon Kunden, die weder mit App noch Karte bezahlen konnten. Auch die Website der Postfinance war kurz vor 17 Uhr ausser Betrieb. «Es liegt momentan eine Systemstörung vor», so die Fehlermeldung: «Wir setzen alles daran, die Störung rasch zu beheben und bedauern die Unannehmlichkeiten.» Wie die Postfinance mitteilte, gibt es auch beim Contact Center längere Wartezeiten.

Nach knapp zwei Stunden konnte das Unternehmen das Problem beheben. «Wir bedauern diese Störung sehr und entschuldigen uns bei allen Kundinnen und Kunden dafür», erklärte sich Postfinance auf Twitter.

Bei der Bank kam es in den letzten Monaten verschiedentlich zu Problemen. Im Juni konnten Kunden während zweieinhalb Stunden weder Bargeld beziehen, die Bezahl-App Twint nutzen noch mit der Karte an der Kasse bezahlen. Und am 25. August vermeldete das Unternehmen Ausfälle bei Zahlungen mit der Postkarte, die bis am Nachmittag des Folgetags andauerten.

Damals betonte Postfinance-Chef Hansruedi Köng, die Kundengelder und auch die Kundendaten seien zu jedem Zeitpunkt sicher gewesen. «Wir setzen alles daran, dass so etwas nicht noch einmal passiert. Und wir wollen ganz genau wissen, wie es dazu kommen konnte.»Bisher ist nicht bekannt, was die Störung im August konkret ausgelöst hatte – einen Hackerangriff schliesst das Unternehmen aus. Klar ist: Mit der erneuten Störung hat der Krisenstab, den die Postfinance damals eingesetzt hat, noch viel Arbeit vor sich.

Auf Anfrage von CH Media erklärt ein Sprecher, die genaue Ursache der aktuellen Panne werde noch analysiert. «Wir können aber ausschliessen, dass es sich um das gleiche Problem handelt wie im August.» (mpa/wap)

11:12 Uhr

Swiss und SBB nehmen Luzern und Interlaken in ihr Flugzug-Netz auf

Die Fluggesellschaft Swiss und die Bundesbahnen bauen ihr sogenanntes Air-Rail-Streckennetz weiter aus. Dabei können Kundinnen und Kunden ihre Bahn- und Zugreise in einem Schritt buchen. Ab dem 11. Dezember werde das Angebot vom Flughafen Zürich auf Luzern und Interlaken ausgeweitet, teilen beide Unternehmen am Dienstag mit. Mittlerweile umfassen die Flugzug-Verbindungen damit insgesamt elf Destinationen.

Swiss-Kommerzchef Tamur Goudarzi Pour bezeichnet den Ausbau des Netzes in der Mitteilung als «nahtlose Intermodalität im Sinne unserer Gäste». Véronique Stephan, Leiterin Markt Personenverkehr der SBB, ist überzeugt, dass damit die Weiterreise in der Schweiz für Fluggäste noch attraktiver werde. «Dank umsteigefreien Direktverbindungen mit dem Zug sind Interlaken und Luzern mit nur einem Umstieg aus Tokyo, New York oder São Paulo erreichbar», lässt sie sich zitieren. Im Sommer haben Swiss und SBB mit München die erste internationale Streckenverbindung in ihr Flugzug-Netz aufgenommen.

Die strategische Partnerschaft zwischen der Fluggesellschaft und den Bundesbahnen wurde 2019 ins Leben gerufen unter Ex-SBB-Chef Andreas Meyer und Ex-Swiss-CEO Thomas Klühr. Kürzlich gab die US-Fluggesellschaft Delta bekannt, künftig ebenfalls Verbindungen vom Flughafen Zürich zu sieben Schweizer Städten mit SBB-Zügen anzubieten. (dpo)

10:26 Uhr

Spitalverband H+ will Tarife um 5 Prozent erhöhen

H+ fordert eine sofortige Anpassung der Tarife. Grund dafür ist die Teuerung, wie der Verband der Schweizer Spitäler, Kliniken und Pflegeinstitutionen am Dienstag mitteilte. Diese treffe die Spitäler und Kliniken stark und sie könnten ihre steigenden Kosten nicht mehr decken: Einerseits seien die ambulanten und stationären Tarife «seit Jahren» zu tief, andererseits seien sie nicht prospektiv inflations-indexiert – sie werden also nicht automatisch an veränderte Marktsituationen angepasst.

Der Verband fordert daher die Politik und Versicherer auf, alle Tarife «dringend» um rund 5 Prozent zu erhöhen. Zudem sollen sie künftig prospektiv inflations-indexiert festgelegt sein. Der Verband spricht dabei von einem ersten positiven Signal, «auch wenn damit die chronische Unterfinanzierung der Spitäler und Kliniken nicht gelöst wird». Dafür braucht es gemäss H+ weitere Tariferhöhungen sowie eine Diskussion über ein nachhaltiges Finanzierungssystem – «wenn die Schweiz den heutigen Versorgungsstandard sicherstellen will».

Zudem sei es dringend nötig, die Löhne der Angestellten an die Teuerung anzupassen und die Arbeitsbedingungen unabhängig davon zu verbessern – Stichwort Fachkräftemangel. Allerdings hätten die Spitäler und Kliniken die finanziellen Mittel dafür nur mit höheren Tarifen für die ambulanten und stationären Leistungen. (abi)

07:31 Uhr

Mehr Umsatz, weniger Gewinn: Novartis’ Durststrecke hält an

Im dritten Quartal erzielte Novartis einen Nettoumsatz von 12,5 Milliarden US-Dollar. Dies entspricht zwar einem Plus von 4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, wie der Basler Pharmakonzern am Dienstag mitteilte. Unter dem Strich resultierte jedoch ein Betriebsergebnis von 2,1 Milliarden Dollar – im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Minus von 33 Prozent. Allerdings fällt dieser Rückgang zu konstanten Wechselkursen mit 23 Prozent etwas weniger drastisch aus. Der Nettogewinn sank derweil sogar um 43 Prozent auf 1,5 Milliarden Dollar.

Trotz Durststrecke ist CEO Vas Narasimhan bemüht, die Unternehmenszahlen für die Monate Juli-September 2022 in ein gutes Licht zu rücken: «Novartis erzielte ein solides drittes Quartal mit einer starken operativen Performance im Jahresvergleich», wird der Konzernchef in der Mitteilung zitiert. Und: «Mit Blick auf die Zukunft sind wir zuversichtlich.» Narasimhan untermauert seine Aussage etwa mit dem Verweis auf angekündigtes Wachstum und Margenexpansionen durch neue, innovative Arzneimittel.

Auch im zweiten Quartal des laufenden Jahres musste Novartis beim operativen Ergebnis bereits einen Einbruch um 36 Prozent auf 2,2 Milliarden Dollar hinnehmen. Der Konzern führte dies damals zurück auf geringere Gewinne aus Produktverkäufe, höhere Wertminderungen und Restrukturierungskosten. Letztere beiden Gründe erwähnt Novartis auch im dritten Quartal wieder als Ursachen für die erneut rückläufigen Zahlen.

Der Pharmakonzern gab im Juni ein grosses Umstrukturierungsprogramm bekannt. Dabei sollen die Pharma- und Onkologiesparte fusioniert werden. In diesem Rahmen streicht Novartis in der Schweiz 1400 Stellen, also mehr als jede zehnte Stelle. Weltweit sind vom Abbau rund 8000 der insgesamt 108’000 Stellen betroffen.

Darüber hinaus hat Novartis entschieden, ihre Generika-Tochter Sandoz als eigene Firma auszugliedern. Die neue Firma soll auch an der hiesigen Börse SIX gehandelt werden. Noch offen ist indes, wo der neue Generika-Riese in der Schweiz seinen Sitz haben wird.

Und Sandoz scheint auf Kurs: Im dritten Quartal meldet Novartis am Dienstag für das Noch-Tochter-Unternehmen jedenfalls ein anhaltendes Wachstum bei den Biopharmazeutika um 4 Prozent. (dpo/sat)

07:28 Uhr

Helvetia-Chef  verlässt das Unternehmen

Philipp Gmür, CEO der Helvetia-Gruppe, hat seinen Rücktritt per Mitte 2023 angekündigt. Dies teilte der Schweizer Versicherer am Dienstag mit. Nach 30 Jahren bei der Helvetia, sieben davon als Group CEO, sei für Gmür die Zeit gekommen, «ein neues Kapitel aufzuschlagen», wie er sich zitieren lässt. Der 59-jährige Gmür freut sich demnach, «den Stab weiterzugeben und andere Aufgaben ausserhalb der Helvetia-Gruppe zu übernehmen.»

Per Mitte kommenden Jahres wird der Luzerner Philipp Gmür als CEO der Helvetia zurücktreten.

Per Mitte kommenden Jahres wird der Luzerner Philipp Gmür als CEO der Helvetia zurücktreten. 

Keystone

Verwaltungsratspräsident Thomas Schmuckli bedankt sich in der Mitteilung «herzlich» bei Philipp Gmür für sein «langjähriges, enormes Engagement zugunsten der Helvetia». Als Konzernchef habe er «die Internationalisierung der Gruppe, den Ausbau zusätzlicher Versicherungssparten und die Einführung neuer Geschäftsmodelle zielgerichtet vorangetrieben». Laut eigenen Angaben hat der Verwaltungsrat hat die Regelung von Gmürs Nachfolge bereits eingeleitet.

Philipp Gmür trat 1993 in die Helvetia ein und übernahm nach verschiedenen Karrierestationen 2016 den Vorsitz der Konzernleitung. Der Anwalt ist mit der Luzerner Mitte-Ständerätin Andrea Gmür-Schönenberger verheiratet. (dpo)

07:14 Uhr

Gewinn von UBS sinkt im dritten Quartal um 24 Prozent

Im dritten Quartal ist der Reingewinn der UBS um rund einen Viertel auf 1,7 Milliarden US-Dollar gesunken. Nach einem «äusserst starken Vorjahresquartal» resultierte vor Steuern ein Gewinn von 2,3 Milliarden Dollar (-19 Prozent), wie die Schweizer Grossbank am Dienstag mitteilte.

Im zweiten Quartal konnte die UBS mit einem Reingewinn von 2,1 Milliarden Dollar (+5 Prozent) noch positivere Zahlen vermelden. Allerdings profitierte die Grossbank damals vom Verkauf ihres Anteils an einem japanischen Immobilien-Joint-Venture.

Auch die verwalteten Vermögen nahmen im dritten Quartal ab. Insgesamt verwaltete die UBS per Ende September 3706 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: Per Ende Juni waren es noch 3912 Milliarden Dollar gewesen.

Konzernchef Ralph Hamers spricht in einer Mitteilung dennoch von einem «guten Ergebnis in einem schwierigen Umfeld». So hatten laut dem UBS-CEO die anhaltend hohe Inflation, die gestiegenen Energiepreise, der Krieg in der Ukraine und die Nachwirkungen der Pandemie überall auf der Welt «weitreichende Auswirkungen» auf die Vermögenswerte, Marktvolatilität, Zinsen und Anlegerstimmung. (dpo)

07:02 Uhr

Kühne+Nagel mit bestem 9-Monats-Ergebnis der Firmengeschichte

Kühne+Nagel überrascht erneut mit guten Quartalszahlen. Und das gleich mit dem besten 9-Monats-Ergebnis in der Geschichte des Unternehmens, wie es am Montag mitteilt. Konkret hat der weltweit tätige Logistikkonzern im dritten Quartal des laufenden Jahres einen Nettoumsatz von 30,6 Milliarden Franken erwirtschaftet. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Plus von 40 Prozent. Das Betriebsergebnis auf Stufe Ebit wuchs derweil um 71 Prozent auf 3,1 Milliarden, der Bruttogewinn um 25 Prozent auf 8,6 Milliarden.

Trotz der Rekordwerte wählt Kühne+Nagel-CEO Stefan Paul in der Mitteilung zurückhaltende Worte: «Höhere Energiepreise, eine breit angelegte Inflation sowie geopolitische Spannungen sorgen für zusätzliche Volatilität in den Lieferketten.» Die Entspannung auf den See- und Luftfrachtmärkten bringe bei den Kunden aktuell dagegen «eine gewisse Entlastung».

Das Logistikunternehmen mit Sitz im schwyzerischen Schindellegi konnte bereits im ersten Quartal Umsatz und Gewinn markant steigern. Dabei profitierte Kühne+Nagel von der hohen Nachfrage nach Transportdienstleistungen. Laut eigenen Angaben beschäftigt der Konzern weltweit über 80’000 Mitarbeitende in über 100 Ländern und ist damit eines der grössten Logistikunternehmen überhaupt. (dpo/sat)

06:43 Uhr

Umsatz und Gewinn von Logitech sacken ein

Im zweiten Quartal des Geschäftsjahrs 2022/23 muss Logitech ein Umsatzminus um 12 Prozent auf 1,15 Milliarden US-Dollar hinnehmen. Bei konstanten Wechselkursen sank das Wachstum um 7 Prozent, wie der in der Schweiz beheimatete Computerzubehör-Hersteller am Dienstag mitteilte. Grund dafür sei ein «schwieriges makroökonomisches Umfeld».

Auch beim bereinigten operative Gewinn vermeldet Logitech einen Rückgang um rund einen Viertel auf 156 Millionen Dollar. Der unbereinigte Reingewinn (GAAP) sackte wiederum von 139,4 Millionen auf 82 Millionen Dollar ein. Bereits im zweiten Quartal reduzierte sich der Umsatz von Logitech um 12 Prozent auf 1,16 Milliarden, während der unbereinigte Reingewinn um 46 Prozent auf 100,8 Millionen zurückging.

Gleichzeitig gibt das Unternehmen am Dienstag bekannt, dass Finanzchef Nate Olmstead Logitech verlassen wird. Konzernchef Bracken Darrell bedankt sich bei Olmstead dafür, dass er in den vergangenen vier Jahren ein Finanzteam «von Weltklasse» aufgebaut habe. (dpo)

06:15 Uhr

Ems-Gruppe steigert Umsatz und kündet höhere Verkaufspreise an

Die Ems-Gruppe von Magdalena Martullo wächst weiter. In den ersten neun Monaten des Jahres konnte der in Domat/Ems beheimatete Spezialchemiekonzern den Umsatz um 10,7 Prozent auf 1,87 Milliarden Franken steigern, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. In Lokalwährungen betrug das Plus sogar 13,5 Prozent. Das sei ein neuer Höchstwert, heisst es weiter. Ems begründet das Wachstum damit, dass man zahlreiche neue Geschäfte an Land ziehen konnte. Gewinnzahlen gibt das Unternehmen zu den ersten neun Monaten jeweils nicht bekannt.

Die Ems-Gruppe kann damit an ihr stabiles Ergebnis vom ersten Halbjahr anknüpfen. Von Januar bis Juni resultierte ein Nettoumsatz von knapp 1,3 Milliarden Franken (+10,1 Prozent) und das Betriebsergebnis auf Stufe Ebit stieg um 0,8 Prozent auf 324 Millionen Franken.

Weiter teilt der Konzern am Dienstag mit, dass das im letzten Jahr angekündigte Investitionsprogramm zur Kapazitätssteigerung und Energieeffizienz am Hauptstandort in der Höhe von über 300 Millionen Franken umgesetzt wird. Darüber hinaus würden auch andere Produktionsstandorte laufend ausgebaut. Gleichzeitig kündet Ems aufgrund der steigenden Teuerung Preiserhöhungen an.

Für das Gesamtjahr erwartet Ems einen Nettoumsatz und ein Betriebsergebnis leicht über Vorjahr. (dpo)

05:43 Uhr

Trotz leicht sinkender Teuerung: Kleider und Schuhe kosten deutlich mehr

In der Schweiz hat die gefühlte Inflation im September zwar zum zweiten Mal innert Monatsfrist leicht abgenommen (um einen halben Prozentpunkt auf 3,8 Prozent). Auch gegenüber dem Vorjahreszeitraum beträgt der Rückgang ein halber Prozentpunkt. Dennoch liegt der vom Vergleichsdienst Comparis und der Konjunkturforschungsstelle der ETH (KOF) erhobene Konsumentenpreisindex auch im September weiterhin deutlich über dem allgemeinen Landesindex der Konsumentenpreise (3 Prozent).

«Die massiv steigenden Krankenkassenprämien und Heizkosten bereiten Sorgen in der Schweizer Bevölkerung», wird Comparis-Experte Michael Kuhn in der Mitteilung zitiert. Für alle merklich teurer geworden sind im September jedoch Schuhe und Kleider, wie der Vergleichsdienst schreibt. Besonders betroffen: Damenkleider (mit einem Plus von 6,2 Prozent), gefolgt von Kinderkleidern (+5,5 Prozent) und Ersatzteile sowie Zubehör für Personenwagen (+3,5 Prozent). Im Gegensatz zum allgemeinen Konsumentenpreise-Index misst der Comparis-Konsumentenpreisindex die tatsächlich gefühlte Inflation der Konsumentinnen und Konsumenten.

Nach Regionen betrachtet spüren Konsumierende der italienischen Schweiz die Teuerung mit einem Indexstand von 105,4 Punkten nach wie vor am stärksten. Zum Vergleich: In der Deutschschweiz und Romandie lag der Konsumentenpreisindex im September jeweils bei 105,1 Punkten. (sat)